Innviertler BZM Ordonnanzgewehr 2026

Veröffentlicht am 30. August 2026 um 00:16

Die Innviertler Bezirksmeisterschaft Ordonnanzgewehr 2026 am Helmbrecht‑Schießstand in Gilgenberg war für mich ein Bewerb mit besonderer Vorgeschichte. Erst zum zweiten Mal trat ich auf dieser Anlage an – und die Erinnerungen an meinen letzten Start waren alles andere als positiv. Damals lief es überhaupt nicht nach Wunsch, und genau deshalb war dieser Bewerb für mich ein kleiner persönlicher Neustart.

 

Premiere mit dem Ordonnanzgewehr-ZF

Zum ersten Mal ging ich mit dem Ordonnanzgewehr samt Zielfernrohr an den Start. Eine Premiere, die ich mir im Vorfeld spannend, aber auch herausfordernd vorgestellt hatte – und genauso wurde es.

Die Sichtbedingungen zu meinem Startzeitpunkt waren perfekt, eigentlich ideal für eine starke Serie. Doch die fehlende Übung mit dem Gewehr und speziell der nicht vorhandene Druckpunkt des Abzuges machten mir das Leben schwer. Zwei Schüsse rissen mir regelrecht ab – und genau diese verhinderten ein Ergebnis, das gefühlt locker über 100 Ringe hätte liegen können.

Trotzdem war es ein wertvoller erster Schritt in diese Disziplin. Das Potenzial ist da – und mit mehr Training wird hier deutlich mehr möglich sein.

 

 

Ordonnanzgewehr – offene Visierung: ein harter Kampf

Mit der offenen Visierung lief es diesmal leider gar nicht nach Plan. Ich hatte massive Probleme in der Sitzposition, kam nicht stabil hinein und schaffte keine klare Zielaufnahme. Das Ergebnis war eine ungewohnt breite Streuung – und am Ende eines meiner schlechtesten Resultate der letzten Jahre.

Die Ergebnisliste bestätigt das: In der Klasse Ordonnanzgewehr Allgemein lagen die starken Leistungen klar über 180–190 Ringen, während ich diesmal deutlich darunter blieb.

 

Sportliche Einordnung

Auch wenn die Ergebnisse nicht meinen Erwartungen entsprachen, war der Bewerb für mich sportlich wertvoll:

  • Die ZF‑Premiere zeigte mir klar, wo ich ansetzen muss.

  • Die offene Visierung offenbarte technische Themen, die ich gezielt angehen werde – insbesondere Sitzposition und Zielaufnahme.

  • Die Bedingungen am Stand waren gut, die Organisation wie gewohnt professionell.

Und vor allem: Ich habe den Schießstand, der mir zuletzt schlechte Erinnerungen beschert hatte, diesmal mit einem deutlich besseren Gefühl verlassen.

📊Ergebnisse

  • Ordonnanzgewehr ZF — 97 Ringe

    • Einzelwertung: Platz 4 von 12
    • Abstand zum Sieger: nur 1 Ring
    • Diese knappe Entscheidung zeigt klar: Das Potenzial ist da. Mit etwas mehr Training und besserem Gefühl für den Abzug ist ein Podestplatz absolut realistisch.

 

  • Ordonnanzgewehr sitzend Allgemein — 176 Ringe

    • Serie 1: 86 Ringe

    • Serie 2: 90 Ringe

    • Einzelwertung: Platz 11 von 16

    • Mannschaft: 5. Platz von 5

Fazit

Die Innviertler Bezirksmeisterschaft 2026 war für mich ein Bewerb mit Höhen und Tiefen – aber vor allem ein Bewerb mit Lerneffekt. Die Premiere mit dem Zielfernrohr war trotz kleiner Fehler ein Schritt nach vorne, und die schwächere Leistung mit der offenen Visierung zeigt klar, woran ich arbeiten werde.

Ich freue mich schon auf den nächsten Start – mit mehr Routine, mehr Vertrauen ins Material und dem Ziel, das Potenzial diesmal voll auszuschöpfen.

 

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